Mein Hafentraining

von anett / am 13.05.2018 / in Allgemein

Am 21.Mai war es soweit. Lange herbei gefürchtet-mein Hafen Training.
Ich startete aus einer stressigen Woche ohne die Möglichkeit mich wenigstens mental vorzubereiten.

Max und ich kamen Freitag Abend vorher in der Marina an und stärkten uns erst mal im „Aan ut water“. Soweit so gut.

Samstag morgen nach einem ordentlichen Frühstück ging es dann los.

Frühstück mit Hund

Es stellte sich raus, dass Max eigentlich mit eingeplant war. Der hatte aber Hunde Dienst und wollte außerdem unser eigenes Boot auf Vordermann bringen.
So waren wir nur zu 4. auf dem Boot, Adam- unser geduldiger Trainer, Volker und Lutz. Volker und Lutz waren im Prinzip schon „alte Hasen“ was das Segeln anbetraf. Ich fühlte mich mit meinem Erfahrungsstand und Geschick immer kleiner werdend (noch kleiner als ich eh schon bin).

Zum Glück für mich waren alle super nett und halfen mir mit meiner Aufregung zurecht zu kommen.

Der erste Tag war noch ziemlich hart für mich. Ich musste mich an das Steuerrad, abweichend zur Pinne auf unserem Boot gewöhnen, herausfinden, wo ich mich am besten hinstelle beim Steuern, in welche Richtung ich wann drehen muss. Vorwärts- und Rückwärts hab ich dann auch mal verwechselt und noch viele viele ganz blöde Fehler. Gelegentlich übten wir vor unserer Box und Max hatte Klasse-Hafenkino.

Hafenkino

Am Ende sind wir dann einfach nochmal für eine Stunde zum Segeln rausgefahren. Da war Max dann etwas neidisch glaub ich.

Tolles Segelwetter

Adam bot sogar an , uns mit dem blõderweise morgens ausgerauschten Grossfall zu helfen. Aber nachdem sowohl Max als auch ich schon unsere „Anleger “ getrunken hatten, wollten wir das lieber verschieben.

Beim gemeinsamen Abendessen stieß dann auch die Besatzung des anderen Trainings Bootes zu uns. Es gab lecker Essen, dieses und jenes Bier, Wein und natürlich Genever.

Mit gemischten Gefühlen stand ich am nächsten Morgen auf und machte mich auf den Weg zu meiner Mannschaft.
Es wurde ein brütend heißer Tag. Den Sonnenbrand habe ich immer noch. Aber besser als frieren, dachte ich mir.

Und los ging es wieder. Es war nicht so, dass plötzlich alles funktionierte aber letzten Endes machte ich Fortschritte.
Die Längs-Anlege-und Ablege-Manöver klappten ganz gut. Am Ende sogar mit selbst die Achtererleine los- bzw. abmachen. Nie hätte ich gedacht, dass Adam mich das auch probieren lässt. Aber der war so ruhig und geduldig mit mir, dass sich irgendwann meine Aufregung etwas legte. Damit wurde alles besser.  Ich legte an der Tankstelle an.

Aber wann fahren wir  denn endlich in die Box? Das muss ich doch am Ende können.
Gegen Mittag ging es los. Erst mal die Box anfahren und aufstoppen. Hm, das klappte alles noch nicht so richtig.
Aber irgendwann wurde es besser. Am Ende stand ich tatsächlich in der Box. Sogar auch hier mit selbst eine Achter-Leine festmachen.  Auch das Ablegen aus der Box klappte jetzt super.

Nebenbei hat Adam noch so ganz grundlegende Sachen erklärt, die mir nie so richtig klar waren, was dann schon oft zu dummen Fehlern geführt hatte.
Ich lernte, wie man am besten die Leinen vorbereitet, wie eine effektive Kommunikation  aussieht und noch ganz viele hilfreiche Dinge.

Das Wochenende hat mir unheimlich viel gebracht und ich bin sehr froh, dass ich mich dazu überreden ließ .

Vielen lieben Dank an Euch alle, die Ihr mir dabei geholfen habt. Besonders natürlich an Adam.

Bis bald mal.

 

 

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